Ängste/ Phobien/ Panik

Evolutionär sind bestimmte Ängste sinnvoll, denn sie lösen einen Flucht- oder gegebenenfalls Schutzimpuls aus, um das Überleben in gefahrvollen Situationen zu sichern.

Phobie ist eine Kategorie der Angst und bezieht sich auf bestimmte Objekte, Subjekte oder Situationen. Von einer Angsterkrankung wird dann gesprochen, wenn Ängste sich verselbstständigen und auftreten, wenn rein objektiv keinerlei Gefahr droht. Dann schränken Ängste ein und können krank machen, da der Betroffene stets bemüht ist, seine Angst zu verbergen oder Situationen zu umgehen, die diese Ängste ausgelöst haben bzw. auslösen. Das wiederum erzeugt enormen Stress, je nachdem wovor der Betroffenen Angst hat und wie stark diese Einschränkung empfunden wird. Wird nicht rechtzeitig genug etwas gegen die Angst unternommen, kommt oft noch die Angst vor der Angst und deren Auswirkungen auf den Körper und die Psyche hinzu.

Jeder, der unter Ängsten/ Phobien leidet, wird diesen Teufelskreis kennen. In der Hypnotherapie lernen Sie zuerst Ihre Angst zu akzeptieren, statt zu bekämpfen. Denn ein „Bekämpfen“ lenkt  zusätzliche Aufmerksamkeit auf die Angst, mit der Folge, dass die Angst noch mehr Raum einnimmt.

Nachfolgend werden Sie eine andere Perspektive einnehmen, die Ihnen gestattet, ganz entspannt zu bleiben und als neutraler Beobachter zu spüren, wie der angstauslösende Moment an Dramatik verliert und sich schließlich auflöst. Bei sehr starken Ängsten werden indirekte Hypnosetechniken angewendet, sodass niemand fürchten muss, in für ihn sehr unangenehme Situationen wieder „abtauchen“ zu müssen.

Ein Beispiel aus meiner Praxis:

Patientin N. litt stark unter der Angst vor Vögeln. Auf ihrem Weg zur Arbeit musste sie täglich einen Platz überqueren, auf dem sich Tauben aufhielten. Schon der Anblick versetzte sie in Panik und ganz unerträglich wurde es für sie, wenn sich die Tauben erhoben und durch die Luft flogen. Sie reagierte mit Atemnot und sehr oft versuchte sie diesen Platz weiträumig zu umgehen und nahm dafür einen deutlich längeren Arbeitsweg in Kauf.

Nach der ersten Sitzung fragte ich meine Patientin, wie sie sich fühle und was sich verändert hat seit der letzten Sitzung.

Sie schaute mich fragend an und antwortete schließlich, ihr ginge es gut. Auf mein Nachfragen, wie sie auf die Tauben auf ihrem Arbeitsweg reagiere, überlegte sie einige Zeit und antwortete, sie hätte keine Tauben bemerkt.

Was war geschehen?

Mit Hilfe nur einer Sitzung ist es ihr gelungen, ihren inneren Focus zurechtzurücken. Wo vorher beim Verlassen des Hauses sich sofort die Angst vor der Angst einstellte und sie dazu zwang, die Tauben und jede ihrer Bewegungen genauestens zu beobachten, konnte sie nun ganz entspannt und frei von dieser gedanklichen Enge, sich auf „ganz normale Gedanken“ einlassen und die Vögel tauchten gar nicht mehr in ihrer Wahrnehmung auf. In der 2. Sitzung haben wir diesen Erfolg weiter vertieft und meine Patientin benötigte daraufhin keine weitere Unterstützung mehr.

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