Was hilft bei Ängsten/ Phobien/ Panikattacken?

Evolutionär sind bestimmte Ängste sinnvoll, denn sie lösen einen Flucht- oder gegebenenfalls Schutzimpuls aus, um das Überleben in gefahrvollen Situationen zu sichern.

Phobie ist eine Kategorie der Angst und bezieht sich auf bestimmte Objekte, Subjekte oder Situationen.

Von einer Angsterkrankung wird dann gesprochen, wenn Ängste sich verselbstständigen und trotz objektiver Gefahrlosigkeit auftreten. Dann schränken Ängste ein und können krank machen, da der Betroffene stets bemüht ist, seine Angst zu verbergen oder Angst auslösende Situationen zu umgehen.

Das wiederum erzeugt, je nach Intensität dieser Einschränkungen, enormen Stress und kann ohne Behandlung zur zusätzlichen Belastung durch die „Angst vor der Angst“ führen.

Jeder, der unter Ängsten/ Phobien leidet, wird diesen Teufelskreis kennen.

 In der Hypnotherapie lernen Sie zuerst Ihre Angst zu akzeptieren, statt zu bekämpfen. Denn ein „Bekämpfen“ lenkt  zusätzliche Aufmerksamkeit auf die Angst, mit der Folge, dass die Angst noch mehr Raum einnimmt.

Nachfolgend werden Sie eine andere Perspektive einnehmen, die Ihnen gestattet, ganz entspannt zu bleiben und als neutraler Beobachter zu spüren, wie der angstauslösende Moment an Dramatik verliert und sich schließlich auflöst.

Bei sehr starken Ängsten werden indirekte Hypnosetechniken angewendet, sodass niemand fürchten muss, in für ihn sehr unangenehme Situationen wieder „abtauchen“ zu müssen.

Ein Beispiel aus meiner Praxis:

Patientin N. litt stark unter Angst vor Vögeln.

Auf ihrem Weg zur Arbeit musste sie täglich einen Platz überqueren, auf dem sich Tauben aufhielten. Schon der Anblick versetzte sie in Panik und ganz unerträglich wurde es für sie, wenn sich die Tauben erhoben und durch die Luft flogen. Sie reagierte mit Atemnot und sehr oft versuchte sie diesen Platz weiträumig zu umgehen und nahm dafür einen deutlich längeren Arbeitsweg in Kauf.

Bei unserer zweiten Sitzung fragte ich meine Patientin nach ihrem Befinden und Veränderungen seit der ersten Behandlung.

Sie schaute mich fragend an und antwortete schließlich, ihr ginge es gut. Auf mein Nachfragen, wie sie auf die Tauben auf ihrem Arbeitsweg reagiere, überlegte sie einige Zeit und antwortete, sie hätte keine Tauben bemerkt.

Was war geschehen?

Mit Hilfe nur einer Sitzung ist es uns gelungen, ihren inneren Focus zurechtzurücken.

Stellte sich zuvor beim Verlassen des Hauses sofort die Angst vor der Angst ein, konnte sie sich nun ganz entspannt und frei von dieser gedanklichen Enge, auf „ganz normale Gedanken“ einlassen.

Wo sie ihre alte Prägung dazu zwang, die Tauben und jede ihrer Bewegungen genauestens zu beobachten, ließen ihre neuen Gedankengänge die Vögel nun gar nicht mehr in ihrer Wahrnehmung auftauchen.

 

 In der 2. Sitzung haben wir diesen Erfolg weiter vertieft und meine Patientin benötigte daraufhin keine weitere Unterstützung mehr.

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