Hypnose und ihre Anwendung

Hypnose hat eine lange Tradition und wird gerade neu endeckt. Schon die Naturvölker benutzten rituelle Tänze, um sich in Trance zu begeben. In diesem Zustand war es ihnen u.a. möglich, medizinische Behandlungen zu vollziehen oder sich auf kriegerische Auseinandersetztungen mental vorzubereiten.

Unsere moderne Lebensweise unterscheidet sich zwar grundlegend von der unserer Vorfahren, doch die Art und Weise, wie wir Menschen Streß abbauen und zu Wohlbefinden gelangen, hat sich nicht verändert. Deshalb eröffnet die moderne Hypnotherapie nach M. Erickson erprobte und erfolgversprechende Lösungen, um der Disharmonie auf psychischer Ebene entgegen zu wirken. 

 

Therapeutische Hypnose hat nichts mit der bekannten Showhypnose gemein. Niemand ist willenlos und Nichts geschieht, was mit dem Klienten nicht vorher besprochen wurde.

Manipulationen wie bei den Shows, um Effekte zu erzielen und das Publikum zu begeistern, werden für medizinische und therapeutische Indikationen nicht benötigt.

Der Bewußtseinszustand während einer Hypnosesitzung gleicht dem kurz vorm Einschlafen. Man ist tief entspannt, aber dennoch im Hier und Jetzt. Die falsche Erwartung von Patienten, man wäre "total weg" hemmt sogar den hypnotischen Effekt, da der Patient dann davon ausgeht, bei ihm könne die Hypnose nicht richtig gewirkt haben, da er ja alles mitbekommen habe. Das Gegenteil ist der Fall, viele Indikationen benötigen die Aufnahmefähigkeit, denn nur dadurch kann die hypnotische Suggestion verarbeitet werden.

 

Was aber ist das Besondere?

 

Der Fokus und die Intensität des Augenblicks werden leicht verändert und somit ist der Therapeut in der Lage unter Umgehung des kritischen Bewußtseins, die Ansprache an unsere mächtigen unbewußten Kräfte zu richten. Denn bis zu 90% beeinflußt unser Unterbewußtsein unsere Entscheidungen.

Will ich also dauerhaft etwas in meinem Leben ändern, ist es wichtig mit ihm zu kommunizieren.

 

Wie funktioniert Hypnose?

 
Unser Gehirn funktioniert vergleichbar mit einer Computerfestplatte. Alles Erlebte wird abgespeichert. Je traumatischer die Erlebnisse empfunden wurden, umso tiefer versucht unser Unterbewußtsein diese Erfahrung zu "verstecken", damit wir problemlos im Alltag funktionieren können. Trotz  alledem wirkt das Gespeicherte ähnlich einer schädlichen, störenden Software. Die Aufgabe der Hypnose ist, diese destruktiven Erfahrungen und Gefühle aufzulösen. Gezielt eingesetzte Hypnosetechniken neutralisieren unsere negativen Glaubensätze. Gleichzeitig können positive Emotionen mit unserer neuen Überzeugung verankert werden.
Bitte nicht verwechseln mit der laienhaften Aufforderung des positiven Denkens.
 
Die Verantwortung für mich als Therapeutin besteht darin, zu analysieren, welche Technik der Hypnose individuell anzuwenden ist. Bei professioneller Anleitung können in vergleichbar wirklich kurzer Zeit beachtliche Erfolge erreicht werden.
 
Weitere Fragen:
Verliere ich während der Hypnose die Kontrolle?
Nein. Die Trance der Hypnose ist nicht mit einer Ohnmacht zu vergleichen. Es ist ein Zustand, in dem Sie sich je nach der Tiefe der Entspannung besonders wach und lebendig fühlen.

Sage ich alles, wonach man mich fragt, auch wenn ich es nicht sagen möchte?
Nein. Wenn Sie ein Geheimnis für sich behalten wollen, werden Sie dieses auch nicht in der Trance verraten, sondern für sich behalten.

Mache ich in der Hypnose alles, was Sie mir sagen?
Nein. In der Trance sind all Ihre Sinne aktiv und deshalb werden Sie nichts tun, was gegen Ihre Glaubenssätze verstößt.

Kann es passieren, dass ich aus einer Trance nicht mehr aufwache?
Nein. Selbst wenn ich Sie nicht aus der Trance aufwecken würde, dann würden Sie in einen leichten Schlaf gleiten und daraus auch ohne meine Hilfe einfach erwachen.

Ist jeder Mensch hypnotisierbar?
Ja, jeder Mensch ist hypnotisierbar. Unterschiedliche Menschen sprechen jedoch auf die Hypnose unterschiedlich an. Das bedeutet, dass jeder Mensch Trance individuell erlebt. Ausnahme: Jemand beschließt bewußt, sich nicht hypnotisieren zu lassen und arbeitet gegen die Anweisungen des Therapeuten.

Wie ist der Ablauf einer Hypnosesitzung?
Jede Hypnosesitzung beginnt mit dem persönlichen Gespräch, in welchem wir Ihre Ziele und Motivation klären.

Danach werden Sie mit Hilfe der Hypnose und meiner Begleitung in einen angenehmen Trancezustand versetzt, um Ihre Ziele und Wünsche zu verwirklichen.
 
Wie viele Hypnosesitzung werden benötigt?
Das ist von Klient zu Klient unterschiedlich und hängt auch vom individuellen Problem ab.
Bei Raucherentwöhnung reichen oft schon 2 Sitzungen, bei Gewichtsreduktionen müssen es meist mehr sein.
 
Wann darf Hypnose nicht eingesetzt werden?
Als Kontraindikationen gelten schwere Herz- und Kreislauferkrankungen, Psychosen, starke Depressionen, Alkohol-und Drogenabhängigkeit, Persönlichkeitsstörungen, Epilepsie, Schwangerschaft, schwerwiegende Erkrankungen des zentralen Nervensystems, Thrombosepatienten und wenn kürzlich ein Herzinfarkt oder Schlaganfall erlitten wurde.
 
Bitte lesen Sie sich den Aufklärungsbogen aufmerksam durch und bringen ihn zu Ihrer ersten Sitzung mit.
Aufklärungsbogen Hypnose.pdf
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